1979 entwickelten Wolfgang St. Keuter und ich in München Seminare aus dem Fachbereich Bühne: „Arbeit an sich selbst im schöpferischen Prozess des Erlebens und Gestaltens“ (Stanislawski). Seine Schwerpunkte:
- Märchen / Mythen / Mysterienspiele
- Alte und neue Theaterformen
- Schauspiel
- Psychodrama
- Initiatische Schulung
Ich gestaltete grafisch die Programme und dokumentierte die Seminare mit der Kamera. Im Laufe der Zeit erwuchs meine Kostüm- und Maskenwerkstatt. Daraus entwickelte sich mein „Design für Kimono“.
Aus den Seminaren bildeten sich Schauspielprojekte. Wir arbeiteten in eigenen Räumen in München, als Gäste in der Existentialpsychologischen Bildungs-und Begegnungsstätte Rütte im Schwarzwald, in Griechenland und Italien.
Unser Leitmotiv:
1985 Auf der Grundlage dieses Leitmotivs initiierten wir den Verein Forum Spiel mit im Spiel e.V., das heutige TheaterLabor TraumGesicht e.V. Wir sind Gründungsmitglieder und bis heute für den Verein aktiv.
1985 fand sich der Ort Monte Pecorone in Umbrien, den wir bis 1991 als Spiel- und Begegnungsort für unsere experimentelle Schauspielarbeit leiteten. Musiker und Schauspielgruppen kooperierten mit uns. Z.B.:
- Butoh-Tanzgruppe Anzu Furukawa aus Tokio
- Tanzformation Regine Boetius aus München
- Musiker Oliver Fabro aus Bad Säckingen Monte Pecorone / Umbrien / Italien
Foto: Gianni Sarto
Wir experimentierten mit japanischen Nô-Stücken und Klassikern z.B.:
- Nobumitsu, Tiger und Drache
- Goethe, Faust 1
- Goethe, Lila
- Shakespeare, Hamlet
- Genet, Die Zofen
1991 gingen wir zurück nach Deutschland und experimentierten in Seminaren, z.B. im Kunsthaus Essen, mit:
- Beckett, Warten auf … , mit Oliver Fabro
- Hofmansthal, Der Tor und der Tod
- Seami, Komachi am Grab
Unser Verein ist seit 1991 Mitglied im Paritätischen. Unsere Bildungsangebote werden seither vom Paritätischen Bildungswerk NRW e.V. (PBW) in Kooperation mit dem TheaterLabor TraumGesicht e.V. veranstaltet.
2000 mieteten wir die ehemalige kleine Synagoge von Mülheim und richteten dort unser Kammertheater ein, mit neuem Namen: TheaterLabor TraumGesicht. Auch entstand das neue Logo. Aus dem Schauspielunterricht erwächst das eigene Ensemble. In Mülheim experimentierten wir mit:
- Seami / Keuter, Im Augenblick – Chiffren in Weiß
- Motomasa , Am Sumida Strom
- Seami , Das Federgewand
- Seami, Das Kissen von Kantan
- Kiyotsugu, 99 Nächte
- Mishima, Die getauschten Fächer "Die kleine Synagoge" in Mülheim
Foto: Gianni Sarto
Im Sinne des Vereins wurden einige der Schauspielprojekte von Dr. Luise Michaelsen in Buchform dokumentiert. Diese sind über den Verein erhältlich.
2007 stellten wir unser Logo dem Verein mit der Erweiterung e.V. zur Verfügung. Der Verein nimmt den Namen TheaterLabor TraumGesicht e.V. einstimmig an.
2010 Umzug nach Düsseldorf.
Der Schauspielunterricht und die Aufführungen finden auf der Studiobühne des Theatermuseums Düsseldorf am Hofgarten statt.
2011 Die erste Inszenierung in Düsseldorf auf der Studiobühne des Theatemuseums:
- Eine Art Alaska, H. Pinter
Foto: Theatermuseum