11. September 2001 - Kimono für den Frieden

Ein interaktives Projekt mit internationalen Künstlern

  • Stefanie Adomeit - Thomas Baumgärtel - Daniel Brühl - Matthieu Carrière - Chinmayo
    Georgette Dee - Maybrett Illner - Gerburg Jahnke - Wladimir Kaminer - Elke Koska
    Reinhold Messner - Sabine Meyer - Rubert Neudeck -Otto Sander - HA Schult - Steffen Terk
    Hubert von Goisern - Margarethe von Trotta 

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    Gianni Sarto; Foto: **

    Der Kimono des 11. September 2001

    Der weisse Kimono von Gianni Sarto hat seine eigene, extrem aktuelle Vorgeschichte. Am 11. September 2001 war im Landtag von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf die Ausstellung Künstler gegen Gewalt des internationalen Künstler-kreises Freiraum 1 angesetzt. In dieser Ausstellung sollte der weisse Kimono, zum Beschreiben aufgespannt, die

    Besucher aufrufen, ihre Meinung oder ihre Argumente gegen Gewalt auf dem Kimono zu bekunden.

    Das Eröffnungsdatum der Aktion der Künstler gegen Gewalt erhielt durch das politische Geschehen des Tages eine

    Brisanz, die alle Beteiligten tief betroffen machte. Die Anschläge auf das World Trade Center in New York an diesem

    11. September 2001 verwandelten unerwartet Idee und Thema der Ausstellung in äusserst schmerzliche Aktualität und

    gaben ihrem Ziel drigende und aufrüttelnde inhaltliche Überhöhung. Auf politischer Ebene lösten die Gewalttaten

    unmittelbare neue Kriege aus.

    Die Entwicklung des Projektes mit Fotos und Statements

    Der Kern der Aktion vollzieht sich in der persönlichen Begegnung zwischen Gianni Sarto und jedem einzelnen der

    Mitwirkenden im Unterschreiben und Fotografiertwerden. Dieser Kern ist ein Ritual wie andere Formen der inneren

    Besinnung, die Kräfte bündeln und aussenden.

    Idee von Gianni Sarto

    Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gestalten mit ihm zusammen in dem festgesetzten Zeitraum den Kimono – ein reines weißes Gewand aus Seide – wie ein work of art in progress: Gianni Sarto reicht den weißen Kimono von Hand zu Hand an jeden einzelnen Mitwirkenden, der Frieden vertreten möchte. Genau am Ort, an dem sie selber arbeiten, halten sie in den weißen Kimono gekleidet einen Moment inne und konzentrieren ihre Gedanken auf Frieden. Zugleich dokumentieren sie mit ihrer Unterschrift auf dem Kimono und ihrem Statement im Weißen Buch ihr Energie gebendes Mitdenken. Im Fortschreiten der Aktion wandelt sich der weiße Kimono zu einem sich fortschreibenden Vertrag und das Weiße Buch zur Sammlung von Solidarität für Frieden zwischen Menschen und Ländern.


    Da sich einerseits Ereignisse der Gewalt permanent und kettenartig wiederholen und andererseits jedes Kunstwerk sich erfühlbar als immer neuer Dialog mit dem Betrachter anbietet, bilden die Unterzeichner des symbolischen weißen Friedenskonzeptes ein Gewand des Zusammengehörens. Sie bezeugen, dass es dringend notwendig ist, das Denken an Frieden ständig und mit neuer Kraft aufgeladen ins Bewusstsein und in die öffentliche Äußerung hineinzustellen.

    Jedes Unterzeichnen wird auch fotografisches Bilddokument. Am Ende der Aktion ergeben beide einen als Unikat vorliegenden Dokumentar-band. Damit ist die Aktion sichtbar belegt und nachvollziehbar:

    Ein Weißes Buch der Friedenssucher. Dr. Helena Helmke, Foto: *

    Die Unterzeichner im weißen Kimono für den Frieden

     

     

      

    Hubert von Goisern
    Foto: ** 

     

    Hubert von Goisern unterzeichnet den
    von Gianni Sar
    to fixierten den Kimono
    Foto: **

     

     
    Foto: **

         
     

      

      

     HA Schult
    Foto: **

     

     Elke Koska
    Foto: **

     

     Maybrett Illner
    Foto: *

         

     

     

     

     

     Steffen Terk
    Foto: *

     

     Margarethe von Trotta
    Foto: *

     

     Gerburg Jahnke
    Foto: *

         
     

      

      

     Thomas Baumgärtel
    Foto: *

     

     Rupert Neudeck
    Foto: *

     

    Chinmayo
    Foto: *

         
     

      

      

     Matthieu Carriére
    Foto: *

     

    Stefanie Adomeit
    Foto: *

      

     

        

    Foto: * = Gianni Sarto; Foto: ** = Norbert Prusko